Kein Bewerber hört gerne ein „Nein“ und auch den meisten Personalentscheidern fällt es nicht leicht, ein Absageschreiben zu verfassen. Da liegt der Griff nach dem 08/15-Standardtext á la „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir uns für einen anderen Kandidaten entschieden haben“ nah, doch in den meisten Fällen tun Personaler sich und ihrem Unternehmen damit keinen Gefallen. Denn auch wenn die Entscheidung nicht zugunsten des Kandidaten ausging, können Sie bei ihm mittels einer guten Absage positiv im Gedächtnis bleiben.

Mit individuellen Absageschreiben hervorstechen

Die Mühe, die Sie in ihr Absageschreiben stecken, zahlt sich vor allem im Hinblick auf Ihr Employer Branding aus. Jobsuche und Bewerbung sind ein beliebtes Diskussionsthema unter Freunden und Bekannten. Genau hier hat jedes Unternehmen die Möglichkeit, sich im Vergleich zu der großen Mehrheit der Unternehmen positiv darzustellen. Die Wordingspezialistin Sabine Hödl von wortwelt hat 2014 100 Absageschreiben analysiert. Mit dem Ergebnis, dass lediglich 2 der 100 Unternehmen auf Floskeln und Worthülsen zugunsten einer individuellen Absage verzichteten. Oftmals investieren Unternehmen viel Geld in Personalmarketing-Maßnahmen, um ihr Arbeitgeberimage zu verbessern. Individuelle Absageschreiben, die das Arbeitgeberversprechen widerspiegeln, sollten dazugehören, zumal sie im Vergleich sehr günstig und – wie wir gesehen haben – fast konkurrenzlos sind.

Vergessen Sie nicht, dass die meisten Kandidaten sehr viel Zeit und Arbeit in ihre Bewerbungen investieren. Da gehört es schon fast zum guten Ton, dies mit etwas Mühe zu beantworten. Selbst wenn bei Ihnen bis zu 50 oder mehr Bewerbungen eingehen sollten, für eine kurze, persönliche Note im Absageschreiben sollte es doch reichen.

Tipps zur Formulierung von guten Absageschreiben